Sexplosive Party-Mischung: Dance Club und Swingerclub verschmelzen

Leipzig/Hof, 16.05.2019. Vor 25 Jahren legten Simon Thaur und Kirsten Krüger mit einer 14-tägigen Partyreihe in Berlin nicht nur das Fundament für den bis heute weltweit bekannten KitKat-Club, sondern auch für einen Boom von Events, bei denen Elemente aus Dance Club und Swingerclub zu immer neuen Formaten verschmelzen. Eindrucksvoll belegt jetzt eine Studie der Erotik-Community JOYclub, wie schnell der Trend zuletzt Fahrt aufgenommen hat. Über 55.000 erotische Veranstaltungen waren im Jahr 2018 im JOYclub-Kalender gelistet, was ein Wachstum von 55% in drei Jahren bedeutet. Eine Umfrage unter 320 professionellen Veranstaltern bestätigt, dass Sex auf dem Dancefloor schon lange nicht mehr nur von einer eingefleischten Swinger-Community zelebriert wird. 71,9% der Betreiber begrüßen regelmäßig ein Viertel oder mehr neue Gesichter auf ihren Veranstaltungen. Gerade mal 5% bespielen vornehmlich Stammgäste.

Die steigenden Besucherzahlen fußen vor allem auf einer neuen Generation von Partygängern, die ihre Leidenschaft für das frivole Feiern entdeckt hat. Für seine Studie hat der JOYclub 5.000 Mitglieder befragt. Deutlich wird: Die Grenzen zwischen Lifestyle und Erotik verschwimmen längst nicht nur in der Techno-Szene. 34,1% der befragten JOYclub-Mitglieder sehen in der Verbindung aus Wellness und Erotik den wichtigsten Trend, gefolgt von Mottopartys (31,7%) und Events an außergewöhnlichen Locations (31,2%).

Vor allem Paare und Frauen kommen regelmäßig

Überraschendes Ergebnis der Umfrage: Besonders weibliche JOYclub-Mitglieder können sich für erotische Events begeistern. 19% von ihnen besuchen diese regelmäßig; bei Männern sind es nur 9,6%.

In Deutschland, dem “Mutterland der Swinger”, bleiben erotische Events aber weiter vor allem ein Thema für Paare. Eine Mehrheit von 43,8% der JOYclub-Mitglieder besucht erotische Partys oder Clubs gemeinsam mit der Partnerin oder dem Partner. 33,8% der Männer möchten die fremde Haut bewusst allein genießen. Ganze 24,8% der befragten Frauen gehen am liebsten mit Freunden auf die Piste.

Trend ja, Mainstream nein

Der Weg hin zur Gesellschaftsfähigkeit dürfte trotzdem noch ein langer sein: Nur die wenigsten Gäste erotischer Events sprechen im Freundes- und Bekanntenkreis ganz offen und selbstverständlich über ihre nicht alltäglichen Freizeitaktivitäten. Für 38,6% der Frauen sind Erotik-Events im privaten Umfeld ein Tabu-Thema. Bei den Männern trauen sich 45,5% nicht, offen darüber zu reden.

Privatpartys als ernstzunehmende Konkurrenz

34,6% der Männer ziehen private Erotik-Partys generell einem kommerziellen Event vor. Nur 17,4% bevorzugen den professionellen Anbieter. Bei den Frauen sind die Vorlieben exakt gegengesetzt. Sie scheinen den geschützten Raum und die Diskretion zu schätzen, die ein kommerzielles Event in der Regel bietet. Eine Mehrheit der Männer und Frauen würde sowohl private, als auch kommerzielle Partys besuchen.

Keine wirkliche Überraschung: Bei den Club-Betreibern stoßen Privatpartys auf wenig Gegenliebe. Ganze 73,7% sehen in ihnen eine ernstzunehmende Konkurrenz und befürchten, Besucher zu verlieren.